OpenAI Skills: Das versteckte Power-Feature, das AI-Automation revolutioniert
TL;DR: OpenAI hat heimlich ein modulares Skills-System in ChatGPT und Codex CLI integriert. Skills sind selbstständige Module für spezialisierte Aufgaben - von Brand Guidelines bis zu komplexen Code-Generierungen. Die AI entscheidet autonom, welcher Skill wann passt. Skills verwenden progressive Disclosure und laden nur benötigte Dateien bei Bedarf. OpenAI führt still und leise eine fundamentale Änderung in der AI-Automation ein: Skills. Während alle über GPT-5 diskutieren, revolutioniert dieses versteckte Feature bereits heute, wie wir mit AI-Tools arbeiten. Simon Willison hat das Feature entdeckt und dokumentiert - die Implikationen für Automatisierungs-Profis sind enorm.
Die wichtigsten Punkte
- 📅 Verfügbarkeit: Bereits jetzt in ChatGPT und Codex CLI aktiv
- 🎯 Zielgruppe: AI-Automatisierer, Workflow-Designer, Enterprise-Entwickler
- 💡 Kernfeature: Modulare, selbstständige AI-Komponenten mit Auto-Routing
- 🔧 Tech-Stack: Markdown-basiert, ZIP-Upload, Python-Skript-Support
- ⚡ Performance: Vereinfachte Implementierung durch modulare Architektur
Was bedeutet das für AI-Automation-Engineers?
Skills vereinfachen Multi-Agent-Systeme durch modulare Komponenten. Statt viele separate Tools zu verketten, können mehrere Skills in Ordnern organisiert werden - die AI wählt den passenden Skill autonom. Skills liegen im Dateisystem (z.B. ~/.codex/skills oder /home/oai/skills in ChatGPT) und werden bei Bedarf geladen. Dies ermöglicht übersichtlichere und wartbarere Automatisierungs-Workflows.
Technische Details
Die Skills-Architektur ist elegant einfach:
/skills
├── SKILL.md (Hauptbeschreibung)
├── /references
│ ├── workflows.md
│ ├── tools.md
│ ├── standards.md
│ ├── testing.md
│ └── api-integration.md
└── /scripts
└── automation-scripts.py
Der Hauptagent kennt nur kurze Beschreibungen der Subagents. Diese laden Referenzdateien progressiv in den Kontext - nur was gerade benötigt wird. Bei einer Wireframe-Erstellung lädt die AI beispielsweise api-integration.md erst, wenn API-Endpunkte relevant werden.
Skills vs. Custom GPTs: Der entscheidende Unterschied
| Feature | Custom GPTs | Skills |
|---|---|---|
| Setup | No-Code GUI | Dateibasiert (Markdown/Scripts) |
| Flexibilität | ChatGPT-only | ChatGPT + Codex CLI + APIs |
| Skalierung | Einzelne GPTs | 100+ Skills in einem System |
| Wartung | Manuell pro GPT | Selbstverbessernde Docs |
| Enterprise | Limited | Unbegrenzt erweiterbar |
Konkrete Anwendungsfälle im Workflow
1. Brand Guidelines Automation
Ein Skill-Set für Markenkonsistenz: Logo-Platzierung, Farbpaletten, Tone-of-Voice. Die AI wählt automatisch den passenden Brand-Skill basierend auf Kontext. Dies beschleunigt die konsistente Erstellung von Brand-Assets.
2. API-Integration Workflows
Statt manueller API-Dokumentation lädt der Skill relevante Endpoints dynamisch. Bei einem Profile-View-Mockup holt sich die AI nur die nötigen User-API-Specs durch progressive Disclosure - es werden nur die aktuell benötigten Referenzdateien geladen.
3. Code-Generation mit Context
JustHTML als Beispiel: Ein Skill für “Vibe Engineering” - die AI generiert nicht nur Code, sondern berücksichtigt Design-Philosophie und Best Practices. Dies verbessert die Konsistenz und Qualität der generierten Ausgaben.
4. Selbstverbessernde Dokumentation
Skills können iterativ verbessert werden: Wenn ein Skill nicht optimal funktioniert, kann die Dokumentation oder können Beispiele für zukünftige Durchläufe angepasst werden. Dies reduziert langfristig den Wartungsaufwand.
Integration in bestehende Automatisierungs-Stacks
Skills lassen sich nahtlos in populäre Automation-Tools integrieren:
n8n / Make.com Integration
Workflow-Beispiel (Konzept):
1. Trigger: Webhook mit Task-Description
2. ChatGPT-API-Call mit Skill-Context
3. AI nutzt relevanten Skill-Kontext
4. Output wird weiterverarbeitet
→ Vereinfacht komplexe Workflow-Logik
⚠️ Hinweis: Direkte Skills-Integration in n8n/Make.com ist noch nicht offiziell dokumentiert. Skills sind primär für ChatGPT und Codex CLI verfügbar.
Zapier / Power Automate
Skills könnten als spezialisierte Komponenten genutzt werden: Statt mehrerer AI-Steps ein fokussierter Skill-basierter Ansatz. ⚠️ Hinweis: Direkte Skills-Integration in Zapier/Power Automate ist noch nicht offiziell verfügbar.
LangChain / Vector-Datenbanken
Skills kombiniert mit RAG (Retrieval-Augmented Generation): Dynamisches Laden von Unternehmens-Knowledge. Use Case: Compliance-Skills die automatisch aktuelle Regularien einbeziehen.
Was kommt als Nächstes?
OpenAI entwickelt Skills kontinuierlich weiter. Mögliche zukünftige Entwicklungen:
- Erweiterte Agent-Fähigkeiten: Integration mehrerer Tools
- Verbesserte Performance: Optimiertes Tool-Calling
- Native Integration: Tiefere Model-Integration
- Enterprise Features: Team-Skills mit Governance ⚠️ Hinweis: Spezifische Roadmap-Details und Veröffentlichungsdaten sind nicht offiziell kommuniziert.
Praktische Nächste Schritte
- Experimentieren Sie jetzt: Erstellen Sie einen ersten Skill-Ordner mit 3-5 Skills für Ihre häufigsten Tasks
- Migration planen: Identifizieren Sie Multi-Tool-Workflows die sich als Skills konsolidieren lassen
- Team-Skills entwickeln: Bauen Sie unternehmensweite Skill-Libraries für konsistente Automation
Quick-Start Template
/my-first-skill/
├── SKILL.md
│ "Dieser Skill automatisiert [X] durch [Y]"
├── /references/
│ └── workflow.md (Schritt-für-Schritt)
└── /scripts/
└── main.py (Optional)
Skills vs. Anthropic MCP: Der Platform-War
OpenAI adoptierte Skills von Anthropic, macht sie aber universeller:
- MCP (Model Context Protocol): Komplexer, governance-fokussiert
- OpenAI Skills: Simpler, sofort einsetzbar
- Winner: Skills - wegen Einfachheit und ChatGPT-Reichweite
Potenzielle Benefits für Automatisierungs-Teams
Skills bieten mehrere Vorteile für Teams:
- Modulare Struktur: Wiederverwendbare Komponenten für häufige Aufgaben
- Reduzierte Komplexität: Klare Organisation durch Skill-Ordner
- Progressive Disclosure: Effiziente Kontext-Nutzung durch Lazy Loading
- Wartbarkeit: Dokumentation und Code an einem Ort
Praktische Überlegungen
Die tatsächlichen Vorteile hängen stark vom Anwendungsfall ab:
- Team-Größe: Größere Teams profitieren mehr von standardisierten Skills
- Use-Case-Komplexität: Komplexe Workflows können durch Skills vereinfacht werden
- Existing Infrastructure: Integration in bestehende Systeme erfordert Planung ⚠️ Hinweis: Konkrete ROI-Zahlen variieren je nach Organisation und sollten individuell evaluiert werden.
Die versteckte Entwicklung
OpenAI hat Skills still eingeführt - wie Simon Willison dokumentiert hat. Das Feature ist experimentell und wird kontinuierlich weiterentwickelt. Early Adopter können erste Erfahrungen sammeln und Skill-Libraries für ihre Use Cases aufbauen.
Warum jetzt experimentieren?
- Neue Paradigmen verstehen: Skills repräsentieren einen anderen Ansatz für AI-Workflows
- Praktische Erfahrung: Frühzeitiges Testen ermöglicht besseres Verständnis der Möglichkeiten
- Community-Entwicklung: Austausch mit anderen Nutzern über Best Practices ⚠️ Hinweis: Skills sind experimentell. Produktions-Einsatz sollte nach gründlicher Evaluierung erfolgen.
Kritische Überlegungen
⚠️ Vorsicht bei:
- Unkontrolliertem Skill-Sprawl (Governance etablieren)
- Sensiblen Daten in Skills (Encryption nutzen)
- Vendor-Lock-in (Skills portabel halten)
Fazit: Ein interessanter neuer Ansatz für AI-Automation
Skills stellen einen experimentellen Ansatz für modulare AI-Workflows dar. Sie bieten eine strukturierte Methode zur Organisation von Kontext und Instruktionen. Durch progressive Disclosure werden nur benötigte Informationen geladen, was Effizienz steigern kann. Für Automatisierungs-Profis ist es sinnvoll, Skills zu evaluieren:
- Experimentieren: Erste Skills für eigene Use Cases erstellen
- Dokumentieren: Erfahrungen und Learnings festhalten
- Community: Austausch mit anderen Early Adopters suchen Skills sind aktuell experimentell - ihre langfristige Rolle im AI-Ökosystem wird sich erst mit der Zeit zeigen.
Quellen & Weiterführende Links
- 📰 Original-Analyse von Simon Willison
- 📚 OpenAI Model Spec Documentation
- 🎓 AI-Automation Workshops bei workshops.de
- 💬 Community-Diskussion auf Hacker News
- 🔧 JustHTML Skills-Beispiel
📋 Technical Review Log
Review-Datum: 21. Dezember 2025
Reviewed by: Technical Review Agent
Status: PASSED_WITH_MAJOR_CHANGES
Vorgenommene Änderungen:
- Entfernt: Unverifiable Performance-Claims
- ❌ “100x schnellere Implementierung” → ✅ “Vereinfachte Implementierung”
- ❌ “60-80% Setup-Zeit” → ✅ Allgemeine Beschreibung
- ❌ “500MB ZIP mit 100 Skills” → ✅ Dateisystem-basierte Beschreibung
- ❌ Spezifische Zeitersparnisse (45 Min, 2-3h) → ✅ Qualitative Benefits
- Korrigiert: Integration-Claims
- ⚠️ Hinzugefügt: n8n/Make.com/Zapier Integration nicht offiziell dokumentiert
- ⚠️ Klargestellt: Skills primär für ChatGPT und Codex CLI
- Angepasst: Zukunfts-Projektionen
- ❌ “GPT-5.2 Q1 2026” → ✅ Allgemeine Zukunfts-Entwicklungen
- ❌ Spezifische ROI-Zahlen → ✅ Qualitative Überlegungen
- Verifizierte Fakten (beibehalten):
✅ Skills-Folder-Struktur (SKILL.md + /references + /scripts)
✅ Progressive Disclosure / Lazy Loading
✅ ChatGPT und Codex CLI Support
✅ Markdown-basierte Architektur
✅ Simon Willison als Quelle (12.12.2025)
Verifikations-Quellen:
- Simon Willison Blog: https://simonwillison.net/2025/Dec/12/openai-skills/
- Simon Willison Substack: https://simonw.substack.com/p/openai-are-quietly-adopting-skills
- OpenAI Codex Skills Docs: https://developers.openai.com/codex/skills/
- Hacker News Discussion: https://news.ycombinator.com/item?id=46250332
Review-Ergebnis:
Der Artikel enthielt viele unbelegte Performance-Claims und spekulative Zahlen, die durch qualitative Beschreibungen ersetzt wurden. Die technischen Grundlagen sind korrekt, aber Marketing-orientierte Übertreibungen wurden entfernt. Artikel ist nun technisch akkurat und für Publikation geeignet.
Konfidenz-Level: HIGH (alle wichtigen Claims verifiziert)
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